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Florian in der Zwickmühle
Aus: Marliese Arold Die Fantastischen Elf - 3. Das Auftaktspiel
Herr Berger betrachtete seinen Sohn. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, was jetzt in dessen Kopf vorging. "Möchtest du Mama denn nicht wiedersehen?", fragte er leise.
"Doch, schon, aber ..."
"Es ist hauptsächlich wegen des Spiels, ja?"
Florian nickte. "Geht es nicht irgendwann später?"
"Wenn du dir den Spielplan angeschaut hast, hast du ja gesehen, dass in der nächsten Zeit fast an jedem Wochenende ein Spiel ist", erwiderte Herr Berger. "Auf eines dieser Spiele wirst du wohl oder übel verzichten müssen."
Florian schaute zum Fenster hinaus. "Wir kommen zu spät zum Training", murmelte er.
Herr Berger fuhr den Computer herunter und schaltete ihn aus. Er stand auf und legte Florian die Hand auf die Schulter. Florian schaute zu ihm hoch, in das jungenhafte Gesicht mit den lustigen Augen. Sein Vater hatte große Ähnlichkeit mit Jürgen Klinsmann, vor allem, wenn er grinste.
Doch jetzt war Herr Berger ernst. "Denk noch mal über das übernächste Wochenende nach", sagte er. "Bitte!"
"Kann Mama nicht herkommen?", fragte Florian. "Sie könnte doch zuschauen." Gleich darauf fand er seinen Vorschlag unsinnig. Das war ja völlig aussichtslos. Einen Moment lang hatte er vergessen, dass seine Mutter sich nichts aus Fußball machte.
Florian steckt in einer Zwickmühle. Er will unbedingt der Fantastischen Elf gegen ihren schwersten Gegner, die Unbezähmbaren Panther beistehen, aber er möchte auch seine Mutter in Leuteburg besuchen, die seine Begeisterung für Fußball überhaupt nicht versteht. Ob ihm noch eine Lösung einfällt?

